Agentur für Klimaschutz
 
 
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Grüne Stadt

Kommunen

Erneuerbare Energien sind für moderne Kommunen die strategische Option einer nachhaltigen Energieversorgung.

Jedes Jahr fließen für Rohstoffimporte viele Milliarden Euro aus den Kassen deutscher Kommunen und deren Bürger. Insbesondere im Bereich Energie und Klimaschutz stehen Gemeinden und Landkreise vor einer großen Gestaltungs-aufgabe. „Hier verdichten sich die technologischen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen, vor denen wir stehen.“ (BMU 2008).

Durch Energieeffizienz, dezentrale Energieversorgungskonzepte und den Einsatz von Erneuerbaren Energien können Gemeinden Energiekosten sparen und damit nicht nur das Gemeindebudget und die Betriebskosten der Gemeindebürger und -bürgerinnen entlasten, sondern gleichzeitig einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und darüber hinaus Vorbild für Bürgerinnen und Bürger sein.

Die Gemeinde spielt als zentrale Anlaufstelle für die Bürgerschaft eine wichtige Rolle, um informations- und bewusstseinsbildende Maßnahmen umzusetzen.

Energie- und Klimaschutz gehen alle an. Handeln ist dringend geboten und dafür bedarf es nicht erst neuer Gesetze.

Über das Baurecht haben die Gemeinden beispielsweise schon heute viele Handlungsspielräume, um energieeffizientes und klimaschonendes Bauen und Wohnen zu fördern. Das gilt nicht nur für Neubaugebiete auf der Grünen Wiese.

Auch im innerstädtischen Bestand wird neu gebaut. Sei es auf Konversionsflächen, durch die Wiederbelebung alter Industrie- und Gewerbegebiete oder die Nutzung von Brachflächen.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, mit denen Kommunen vorbildlich Klimaschutz betreiben und nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen Image-Gewinn erzielen können:

  • Etablierung eines Energiemanagements
  • Entwicklung und Umsetzung kommunaler Energiekonzepte, die Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur zunehmenden Nutzung Erneuerbarer Energien beinhalten
  • Partizipative Vorgehensweisen in kommunalen Energiefragen zur Erschließung weiterer Kompetenz und zusätzlichen Engagements
  • Versorgung öffentlicher Gebäude mit Grünem Strom – Nutzung der Marktmacht kommunaler Abnehmer zur Verbesserung der ‘ökologischen’ Stromqualität
  • Ersatz- und Neuanschaffungen mit energiesparenden Produkten abdecken und damit Betriebskosten senken
  • verstärkte Nutzung oder Aufbau von Nahwärmenetzen, insbesondere durch eigene kommunale Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen
  • Realisierung des Passivhausstandards bei Sanierungen
  • Realisierung möglichst noch besserer Standards bei Neubauten