Agentur für Klimaschutz
 
 
 
Sonnenhaus
 

Sanierung

Besonders in Altbauten besteht das Problem des hohen Energieverbrauchs durch fehlende Wärmedämmung und unwirtschaftliche Heizsysteme, weil auf diese Kriterien in der Vergangenheit nur sehr wenig Wert gelegt wurde.

Kalte Wände führen im Winter zu Unbehaglichkeit, die mit extrem heißen Heizkörperflächen wieder ausgeglichen wird.

Häufig zu beobachtende Probleme wie Schimmelbildung an Wärmebrücken und die Vernässung von Wänden verursachen nicht nur zu hohe Heizkosten, sondern können durch Schimmelpilzsporen unter Umständen chronische Krankheiten wie z. B. Asthma hervorrufen.

In Deutschland beträgt der durchschnittliche Heizenergiebedarf eines bestehenden Einfamilienhauses 23 Liter Öl je Quadratmeter und Jahr (1 Liter Öl = 1 m³ Gas = 10 kWh). Das sind 75% des Gesamtenergiebedarfs. Zum Vergleich: die Beleuchtung eines Gebäudes benötigt nur 2%.

Nach einer energetischen Sanierung auf Neubauniveau reduziert sich der Bedarf an Öl auf 7 Liter (pro m² / Jahr). Das entspricht einer Einsparung von 70%.

Die fachgerechte, energetische Sanierung eines Altbaus ist sinnvoll, weil durch Synergieeffekte eine ganze Reihe an Verbesserungen – angefangen bei der Senkung der Heizkosten um 50% und mehr, der Erhöhung des Immobilienwerts bis hin zur Erhöhung der Wohnqualität – auf einmal erreicht werden können.

Wir empfehlen vor der Sanierung ein ganzheitliches Konzept zu erstellen, welches die Dämmung der Gebäudehülle (Wand, Kellerdecke, Dach, Fenster und Wärmebrücken) und die Heizungsanlage umfaßt. Selbstverständlich wird – wo erforderlich – auch der Erhalt historischer Fassaden berücksichtigt.

Zu beachten sind die aktuell nach EnEV 2007 gültigen Regelungen für Förderungen der KfW für energieeffizientes Sanieren. Dabei gelten folgende Standards:

KfW–Effizienzhaus 100, welches den Kriterien eines Neubaus entspricht;
KfW–Effizienzhaus 70, was einem sanierten Altbau entspricht, welcher in seiner energetischen Qualität 30% besser ist als ein Neubau.

Ab 01.10.2009 tritt die Novellierung der EnEV 2009 in Kraft. Damit werden neue energetische Standards für zu sanierende Altbauten eingeführt. Die dann gültige EnEV 2009 führt die Standards KfW– Effizienzhaus 85, 100, 115 und 130 ein (die Zahlen geben die energetische Qualität in Prozent eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV 2009 wieder).

Das aus der EnEV 2007 bekannte KfW–Effizienzhaus 70 wird zum KfW– Effizienzhaus 100 und wird weiterhin in der Kreditvariante mit einem Tilgungszuschuss von 12,5 % gefördert. In der Zuschussvariante beträgt der Tilgungszuschuss wie bislang 17,5 %.